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Photographie by
             K.P. Bombeck

 

Die in diesem Rahmen gezeigten Photographien sind in den Jahren  von 1995-1997 entstanden.

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Ich hatte mit meinen Arbeiten eine Grenze überschritten und gleichzeitig wieder nicht. Die Bondage-Photographie wurde für uns ein Spiel, bei dem man an die Grenzen der Ästhetik und der Belastbarkeit des Modells geht, die aber auf keinen Fall überschritten werden dürfen, da man sonst in den Bereich der Pornographie abrutscht.

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Auch ist die Situation, einen hilflosen, gefesselten Menschen vor sich zu haben, eine Grenzerfahrung die eine differenzierte Auseinandersetzung mit dem Thema erfordert. Ich will mit meinen Arbeiten keine Gewalt verherrlichen, denn Gewalt lehne ich grundsätzlich ab,

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Wir haben zwar die sexuelle Befreiung geschaffen, doch sind wir dadurch nur in eine Sackgasse gelaufen in der die sexuelle Perversion wohnt. Immer größere Titten und Schwänze bis an die Grenzen des chemisch und medizinisch Machbaren, immer mehr abartiges was zur Normalität wird.

Seit etwa 12 Jahren befasse ich mich, neben meinen Arbeiten in der Werbefotografie, mit dem Thema Erotik  in der Photographie.
Hierbei experimentiere ich mit den verschiedensten Formen der erotischen Darstellung.
So entstanden seit 1990 viele Aufnahmen in der von mir entwickelten Polaroid-Print Technik.
Während eines Phototermins im Februar 1995 kam mein langjähriges Modell Anette mit dem Wunsch auf mich zu, im Stil von Betty Page photographiert zu werden. Wir hatten zwar schon vorher mit Ketten und Latex gearbeitet, aber die konkrete Form des Fesselns ausgespart, da mir dieses zu hart und gewalttätig erschien. 
Bei unserem nächsten Termin entstanden so die ersten Bilder,

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Sicher liegt diese Grenze für jeden wo anderst und auch wir suchen sie immer wieder neu zu ergründen. Bei unserer Arbeit frage ich mich immer auf neue, wie weit wollen bzw., können wir gehen.

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sondern Grenzbereiche und Grenzerfahrung der Phantasie darstellen und neue Formen der erotischen Darstellung schaffen, die unter die Haut gehen.
Dabei will ich aber nicht, wie in der Pornographie, die Frau als Gebrauchsgegenstand darstellen bzw. reduzieren, sondern Gefühle und Emotionen festhalten und diese beim Betrachten der Bilder provozieren.

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Wollen wir wirklich Menschen sehen, die mit Genuß ihre Ausscheidungen fressen. Nur noch Frauen die, von Männern und Frauen, mit Fäusten bearbeitet werden. Ist es das was wir wollen.

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die auf mich eine faszinierende Wirkung bekamen, als ich in der Dunkelkammer mit Nachbelichtungen experimentierte.
Nachdem ich die Aufnahmen intensive auf mich einwirken ließ, stelle ich fest das diese Art der erotischen Photographie eine fast magische Wirkung ausstrahlte.

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Schon bei der Inszenierung meiner Bilder muß ich unheimlich aufpassen, daß ich die physische und psychische Belastbarkeit des Modells nicht überschreite, denn wenn dieses gescheit, ist alles vorbei und es entstehen nicht die Photos die ich machen will.

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Sicher ist ein gefesselter Mensch immer ein Opfer, aber sind wir nicht alle in unserem Sein gefesselt und gebunden. Sind wir nicht alle ständig auf der Suche nach neuen Grenzen in dieser von Regeln und Gesetzen beherrschten Welt. Sind wir also nicht alle Opfer unserer Zeit.

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Wenn es Das also sein soll, was wir heute unter Erotik verstehen, dann laufen wir einem alten Heut hinterher.

Alles, bis auf die gigantischen Titten und Schwänze, gab es schon vor 100 Jahren. Auch die Bondage Photographie ist ansich nichts Neues.
Schon Hans Belmer hat sich, 1945, mit dem Thema des Schnürens von Körpern auseinandergesetzt und auch in Japan hat das Bondage eine lange Tradition und heute fast Kulturniveau.

 

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